Ein Sommer auf Mykonos

Der Fall Barschel

Vielfach prämierter Politthriller

Nach einem Flugzeugabsturz, den er schwerverletzt überlebt hat, verliert Uwe Barschel im schleswig-holsteinischen Wahlkampf überraschend an Boden. Kurz vor dem Urnengang gerät er zusätzlich unter Druck: Wie ein Nachrichtenmagazin berichtet, soll er seinen beliebten Konkurrenten Björn Engholm bespitzelt und gegen ihn mit Unterstützung des zwielichtigen Medienreferentin Pfeiffer eine Schmutzkampagne gestartet haben. Öffentlich streitet Barschel mit seinem Ehrenwort alles ab, doch die aufstrebenden Reporter David Burgen und Olaf Nissen decken eine Lüge auf. Daraufhin muss der Ministerpräsident zurücktreten. Und bei der "Neuen Hamburger Zeitung" wird ausgelassen gefeiert.

Als Barschel kurz darauf tot in der Badewannde eines Genfer Hotels gefunden wird, nimmt die Affäre eine neue Dimension an: Obwohl die Ermittler von einem Suizid ausgehen, spricht seine Familie von Mord. Wie besessen folgt burger über Jahre hinweg jeder neuen Spur, die den Fall immer monströser erscheinen lassen. illegale Waffengeschäfte über die DDR, Verbindungen zum U-Boot-Deal mit Südafrika und sogar ein möglicher Zusammenhang mit der Iran-Contra-Affäre. Zu seinem früheren sowie Freunden und Familie geht dabei zunehmend jeglicher Bezug verloren. Stattdessen taucht Burger, der eine Affäre mit der Fotografin Giselle beginnt, immer tiefer in eine Welt mysteriöser Informanten ein. Niemandem kann er mehr trauen.

 

Der Fall Barschel ist nicht nur eine dreistündige, liebevolle Rekonstruktion der seit 1987 vergangenen Zeiten – die großen Brillen, die alten Schreibmaschinen, die schrecklichen Diskotheken, Hamburger Betonpressebauten und Redaktionsarbeit unter dem leicht totalitären Motto „Wahrheit ist unsere Pflicht“ -, sondern wider alles Erwarten auch noch spannend, weil immer alles möglich ist.
- Süddeutsche Zeitung

In Der Fall Barschel treten obskure Agenten, internationale Waffenhändler, selbstgerechte Journalisten und verstrickte Politiker auf und ergeben einen Film, der schon jetzt zu den Favoriten auf alle nationalen Fernsehfilmpreise der Saison zählen dürfte.
- Die Zeit

Etwas Besseres als diesen Film bekommt man so schnell nicht im Fernsehen geboten. (…) Der (Film) gehört zum Besten, was das deutsche Fernsehen seit Jahren hervorgebracht hat.
- Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

"Der Fall Barschel" gewann mehrere Preise
Bernd Burgemeister Fernsehpreis: Gewinner „Bester Fernsehfilm“
Deutscher Regiepreis Metropolis: Gewinner Kilian Riedhof
Bayerischer Fernsehpreis: Gewinner „Bester Schauspieler“ (Martin Brambach)
New York Festival: Bronzemedaille
Deutscher Fernsehpreis: Gewinner „Bester Schauspieler“ (Martin Brambach)
Deutscher Schauspielerpreis: Gewinner „Bester Schauspieler Nebenrolle“ (Martin Brambach)

Stab

Sender: ARD/Degeto
Produktionsfirma: Zeitsprung Pictures
Produzentin: Ariane Krampe
Drehbuch: Kilian Riedhof, Marco Wiersch
Regie: Kilian Riedhof
Kamera: Benedict Neuenfels
Szenenbild: Nele Jordan
Schnitt: Andreas Badkte
Musik: Peter Hinderthür

Schauspieler

David Burger – Alexander Fehling
Olaf Nissen – Fabian Hinrichs
Uwe Barschel – Matthias Mattschke
Giselle Neumayer – Antje Traue
Walter Brauneck – Edgar Selge
Simone Burger – Luise Heyer
Reiner Pfeiffer – Martin Brambach
Anja Pohle – Paula Kalenberg
u.v.a.

Zurück